OpenAI startet GPT-5: Neues KI-Modell ab sofort für alle Nutzer zugänglich
Mit GPT-5 präsentiert OpenAI die bislang leistungsstärkste Version seiner KI-Plattform – und öffnet den Zugang erstmals auch für Gratisnutzer.
Revolution im Alltag: GPT-5 verändert die Interaktion mit KI
OpenAI hat offiziell GPT-5 vorgestellt – ein Update, das tiefgreifende Neuerungen mit sich bringt. Das neue Sprachmodell punktet nicht nur mit höherer Geschwindigkeit und Präzision, sondern auch mit fortschrittlichen Sicherheitsmechanismen und deutlich verbesserter logischer Denkfähigkeit. Noch bemerkenswerter: Die neue Version ist sofort für alle Nutzer verfügbar – auch ohne Bezahlabo.
OpenAI-CEO Sam Altman verglich das Erlebnis mit einem Technologiesprung wie dem Wechsel vom klassischen Smartphone-Display zum hochauflösenden Retina-Bildschirm – ein Fortschritt, der einem erst im Rückblick die Dimension des Wandels bewusst macht.
Intelligenter denken: GPT-5 standardisiert Reasoning
Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal von GPT-5 ist das sogenannte „Reasoning by Default“: Das Modell wurde darauf trainiert, Probleme strukturiert zu analysieren und schrittweise zu lösen. Diese Fähigkeit war früher nur optional über Zusatzfunktionen zugänglich – jetzt ist sie fester Bestandteil jeder Konversation.
Damit macht OpenAI komplexe KI-Logik erstmals zum Standard – ohne Hürden für Einsteiger oder technische Vorkenntnisse.
Drei Varianten für unterschiedliche Nutzerbedürfnisse
GPT-5 kommt in drei Ausführungen:
- Standardmodell: kostenlos für alle zugänglich
- GPT-5 Mini: wird bei Auslastung als Ersatzversion aktiviert
- GPT-5 Pro: exklusiv für Pro-Abonnenten (200 €/Monat) mit unbegrenztem Zugriff
Während kostenlose Nutzer bereits die Grundfunktionen nutzen können, erhalten zahlende Abonnenten deutlich erweiterte Nutzungskontingente – insbesondere im Plus- und Pro-Bereich.
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Mehr Fakten, weniger Fantasie: GPT-5 wird genauer
Ein oft kritisierter Schwachpunkt früherer Sprachmodelle war das sogenannte „Halluzinieren“ – das unbeabsichtigte Erfinden von Informationen. GPT-5 setzt genau hier an: Durch neue Trainingsmethoden und datenbasierte Optimierungen liefert das System kontextgenauere und faktenbasierte Antworten, ohne Einbußen bei der Reaktionsgeschwindigkeit.
Altman selbst beschreibt das neue Nutzererlebnis als „so schnell, dass man zweifelt, ob es überhaupt denkt – bis eine exzellente Antwort kommt.“
Sicherheitskonzept neu gedacht: Einführung von „Safe Completions“
Im Umgang mit sensiblen Themen wie Chemie, Technologie oder Medizin bringt GPT-5 eine grundlegend überarbeitete Sicherheitsarchitektur mit sich. Das neue Feature „Safe Completions“ geht über das einfache Ablehnen unsicherer Anfragen hinaus: Statt blockierend zu wirken, liefert das Modell jetzt allgemeingültige, ungefährliche Informationen, die dennoch hilfreich sind – etwa für Studierende oder Fachinteressierte.
Dadurch sollen Nutzer sowohl besser geschützt als auch differenzierter informiert werden.
Stärker im Gesundheitsbereich: Kontextuelles Verständnis wächst
GPT-5 erkennt bei gesundheitsbezogenen Fragen jetzt nicht nur Risiken, sondern kann auch weiterführende Empfehlungen formulieren – abgestimmt auf Vorkenntnisse, Sprache und Herkunft des Nutzers. Der Dialog mit dem Modell wird dadurch nicht nur präziser, sondern auch persönlicher.

Stärkerer Fokus auf Entwickler und Kreative
Auch im Bereich Programmierung legt GPT-5 laut OpenAI einen großen Sprung hin: Der Code-Output sei nicht nur schneller, sondern auch strukturierter und robuster als bei Vorgängerversionen. Im kreativen Schreiben helfe GPT-5 dabei, Rohfassungen in ausdrucksstarke Texte zu verwandeln – abgestimmt auf Ton, Stil und Zielgruppe.
ChatGPT wird vielseitiger: Neue Features und Schnittstellen
Begleitend zur Veröffentlichung von GPT-5 hat OpenAI auch ChatGPT um neue Funktionen erweitert:
- Individuelle Farbschemata für Chats
- Nahtlose Integration von Gmail, Google Kalender & Google Kontakte
- Vordefinierte Persönlichkeitsprofile wie „Zuhörer“, „Zyniker“ oder „Nerd“
- Erweiterter Voice-Modus mit natürlicherer Aussprache und mehr Kontextverständnis
Insbesondere der neue Advanced Voice Mode soll gesprochene Eingaben deutlich realistischer interpretieren – der bisherige Standardmodus wird daher aus dem Angebot entfernt.
AGI bleibt in Sichtweite – aber mit Einschränkungen
Ob GPT-5 ein weiterer Schritt Richtung Artificial General Intelligence (AGI) ist, bleibt eine offene Frage. Altman selbst zeigt sich zurückhaltend: Zwar sei GPT-5 „ein bedeutender Fortschritt hin zu wirklich leistungsfähigen Systemen“, jedoch fehle dem Modell weiterhin die Fähigkeit, eigenständig dazuzulernen.
Dennoch: Wer die Entwicklung mit GPT-3 oder GPT-4 vergleicht, erkennt laut Altman, „wie viel näher wir heute an einem AGI-ähnlichen System sind.“
Quelle: ChatGPT