Google Search bringt mit „Preferred Sources“ neue Möglichkeiten für personalisierte Nachrichten
Google baut seine Vormachtstellung in der Websuche konsequent aus – und diesmal rückt die individuelle Anpassung der Nachrichtenquellen in den Fokus. Mit der neuen Funktion „Preferred Sources“ (Bevorzugte Quellen) können Nutzer erstmals gezielt festlegen, welche Medien sie in den Top Stories häufiger sehen wollen.
Das Feature war bislang nur über Google Search Labs für Tester verfügbar, wird nun aber innerhalb weniger Tage für alle englischsprachigen Nutzer in den USA und Indien freigeschaltet. Langfristig ist zu erwarten, dass weitere Länder und Sprachversionen folgen.
Personalisierte Nachrichten ohne Filterblase
Das Ziel von „Preferred Sources“ ist klar: Nachrichteninhalte sollen relevanter und näher an den persönlichen Interessen der Nutzer sein.
Gleichzeitig möchte Google vermeiden, dass die Informationsvielfalt verloren geht – daher erscheinen auch weiterhin Artikel anderer Medien in den Top Stories. Dieses Gleichgewicht zwischen Personalisierung und Meinungspluralität ist entscheidend, um das Vertrauen der Nutzer zu wahren.
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Schritt-für-Schritt: So funktioniert „Preferred Sources“
- Google-App starten und nach einem aktuellen Nachrichtenthema suchen.
- Symbol neben den Top Stories antippen, um die Quellenanpassung zu starten.
- Bevorzugte Nachrichtenportale eingeben – von großen Medienhäusern bis zu spezialisierten Fachportalen.
- „Ergebnisse aktualisieren“ auswählen, um sofort angepasste Treffer zu sehen.
Die Auswahl gilt themenübergreifend. Das heißt: Wenn ein Nutzer bestimmte Technik- oder Politikportale favorisiert, erscheinen deren Artikel zu allen relevanten Themen weiter oben. Quellen können jederzeit hinzugefügt, entfernt oder angepasst werden – und es gibt keine Mengenbeschränkung.
Warum diese Funktion wichtig ist
- Gezielte Relevanz: Nutzer erhalten häufiger Inhalte von Medien, denen sie vertrauen.
- Mehr Sichtbarkeit für Publisher: Websites, die als bevorzugte Quelle markiert werden, können ihre Reichweite in der Google-Suche erhöhen.
- Flexibilität: Anpassungen sind jederzeit möglich, um auf aktuelle Ereignisse oder wechselnde Interessen zu reagieren.
- Kombination mit KI-Funktionen: In Zukunft könnte „Preferred Sources“ eng mit Googles AI Overviews verknüpft werden, um KI-Zusammenfassungen aus den bevorzugten Medien zu generieren.
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Potenzial für die Zukunft
„Preferred Sources“ könnte langfristig ein Standard-Tool für personalisierte Newsfeeds werden – nicht nur in der Google-App, sondern auch in anderen Google-Diensten wie Discover, Google News oder sogar im Chrome-Startbildschirm. Experten vermuten, dass diese Funktion den Wettbewerb zwischen Medienanbietern verschärfen könnte, da die Platzierung in den bevorzugten Quellen der Nutzer über Reichweite und Klickzahlen entscheiden kann.
Mit „Preferred Sources“ gibt Google den Nutzern mehr Kontrolle, ohne auf journalistische Vielfalt zu verzichten. Es ist ein weiterer Schritt hin zu einer maßgeschneiderten, aber ausgewogenen Nachrichtenlandschaft, in der die Nutzer entscheiden, welche Stimmen sie am häufigsten hören – und Publisher gezielter um ihre Platzierung in den persönlichen Top Stories werben können.
Quelle: Google