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Qualcomm Snapdragon 7s Gen 4: Alle Infos zum neuen Mittelklasse-Prozessor

Qualcomm Snapdragon 7s Gen 4: Mehr Leistung für die Mittelklasse

Qualcomm hat mit dem Snapdragon 7s Gen 4 einen neuen Chip vorgestellt, der die obere Mittelklasse ansprechen soll. Die ganz großen Sprünge bleiben zwar aus, doch in wichtigen Bereichen wie Effizienz, Gaming-Performance und KI-Funktionen hat der Prozessor spürbar zugelegt. Besonders interessant: Auch Samsung dürfte den SoC schon bald in einigen seiner Geräte einsetzen – vermutlich in der nächsten Generation der robusten Galaxy XCover-Serie.

Architektur: Feinschliff statt Umbruch

Gefertigt im 4-nm-Verfahren von TSMC setzt der Snapdragon 7s Gen 4 auf eine achtkernige CPU. Das Setup besteht aus einem Prime-Core (Cortex-A720, 2,7 GHz), drei weiteren A720-Kernen mit 2,4 GHz und vier energieeffizienten A520-Kernen mit 1,8 GHz. Laut Qualcomm bringt dieser Feinschliff rund 7 % mehr Leistung bei CPU und GPU im Vergleich zum Vorgänger.
Im Alltag bedeutet das keine Revolution, aber ein Plus an Geschwindigkeit – gerade bei Multitasking und Apps, die etwas mehr Power verlangen.

Gaming: Stabilität für lange Sessions

Grafisch bleibt es bei der Adreno 810 GPU, die Qualcomm aber leicht überarbeitet hat. Mit Game Super Resolution und der Adaptive Performance Engine 3.0 will der Chip Spiele nicht nur hübscher, sondern auch konstanter darstellen. Wer gerne länger zockt, dürfte von der besseren Kühlung und Stabilität profitieren – ein Detail, das man im Alltag wirklich merkt.

Symbolbild eines Prozessors

Displays und Kamera: Premium-Features werden erschwinglicher

Überraschend stark fällt die Unterstützung für Displays und Fotografie aus. Der Chip erlaubt WFHD+-Bildschirme mit bis zu 2.900 × 1.300 Pixeln bei 144 Hz, was auch in günstigeren Geräten für flüssige Animationen sorgt.
Besonders spannend ist Low-Light Vision, eine Funktion, die bisher nur in High-End-Snapdragons zu finden war. Damit sollen auch Smartphones der Mittelklasse künftig deutlich bessere Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen aufnehmen können.
Zusätzlich unterstützt der Spectra-ISP Kameras mit bis zu 200 Megapixeln und Videos in 4K HDR – ein klarer Hinweis, dass sich Bildqualität nicht mehr nur in der Oberklasse entscheidet.

Akku und Funkstandards: Auf Höhe der Zeit

Dank Quick Charge 4+ soll ein Akku in idealen Szenarien 50 % in etwa fünf Minuten laden können – auch wenn das natürlich von der Umsetzung im Gerät abhängt. Dazu gibt es ein volles Paket an Konnektivität:

  • 5G inklusive Sub-6 und mmWave
  • Wi-Fi 6E
  • Bluetooth 5.4 mit aptX Lossless

Damit sind Smartphones mit diesem Chip bestens für die kommenden Jahre gerüstet.

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Künstliche Intelligenz: Smarter im Alltag

Ein echter Fortschritt zeigt sich bei der Hexagon-NPU. Sie ist jetzt in der Lage, kompakte Sprachmodelle wie Llama 1B oder Qwen 1B direkt auf dem Gerät auszuführen. Das eröffnet Möglichkeiten wie Echtzeitübersetzungen, Sprachtranskription oder Geräuschunterdrückung, ohne dass dafür ständig eine Internetverbindung nötig ist. Gerade bei Reisen oder in sensiblen Umgebungen ist das ein praktisches Plus.

Erste Geräte und Samsungs Rolle

Offiziell bestätigt ist, dass das Redmi Note 15 Pro+ als erstes Smartphone mit dem Snapdragon 7s Gen 4 erscheint. Doch auch Samsung dürfte bald folgen. Schon beim Vorgänger griff der Hersteller für sein Galaxy XCover 7 Pro auf den Snapdragon 7s Gen 3 zurück. Gut möglich also, dass die neue Version ihren Platz in der kommenden XCover-Generation oder in der Galaxy-F-Serie findet.

Der Snapdragon 7s Gen 4 ist kein Chip, der Schlagzeilen für bahnbrechende Neuerungen schreibt. Aber er zeigt genau das, was viele Nutzer sich wünschen: etwas mehr Leistung, bessere Fotos bei wenig Licht, mehr Stabilität beim Gaming und sinnvolle KI-Funktionen. Für Geräte, die oft etwas abseits vom Rampenlicht stehen – wie robuste XCover-Smartphones – könnte er genau der richtige Baustein sein.

Quelle: Qualcomm & SammyGuru

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