Pixel 10 ohne Vapor-Chamber: Warum Google das Basis-Modell bewusst limitiert
Google hat am 20. August die neue Pixel-10-Familie vorgestellt. Mit dabei sind gleich vier Geräte: das klassische Pixel 10, dazu die Pro-Varianten Pixel 10 Pro, Pixel 10 Pro XL und das faltbare Pixel 10 Pro Fold. Auf dem Papier teilen sich alle Modelle den neuen Tensor G5-Prozessor – doch ein wichtiges Detail trennt das Einsteigermodell von den „großen Brüdern“: die Kühlung.
Während die Pro-Modelle auf eine Vapor-Chamber setzen, verzichtet das Standard-Pixel darauf. Das klingt zunächst nach einer Kleinigkeit, ist aber ein klarer Hinweis darauf, wie Google seine Produktlinien voneinander abgrenzt.
Kein Kühl-Upgrade für das Basis-Pixel
Offiziell erwähnt Google das Thema in den Specs kaum – und genau das ist spannend. Erst auf Nachfrage wurde bestätigt, dass das Pixel 10 keine Vapor-Chamber verbaut bekommt. Stattdessen kommt eine Graphenlösung zum Einsatz, die im Alltag zwar völlig ausreichend ist, bei starker Beanspruchung aber an ihre Grenzen stößt.
Ehrlich gesagt, überrascht mich diese Entscheidung nicht. Schon beim Pixel 9 hat Google die gleiche Schiene gefahren: Wer mehr Performance und bessere Kühlung wollte, musste zum Pro-Modell greifen. Es ist ein klassischer „Upsell“, den wir auch von anderen Herstellern kennen.

Die Pro-Reihe profitiert doppelt
Richtig spannend wird es bei den Pro-Geräten. Dort kombiniert Google die Vapor-Chamber mit dem brandneuen Tensor G5, der im 3-nm-Verfahren gefertigt wird. Diese Technik verspricht nicht nur mehr Effizienz, sondern in Kombination mit einer besseren Kühlung auch stabilere Leistung über längere Zeit.
Auch interessant: Google Pixel Update August 2025: Stabilitätsverbesserungen & Bugfixes im Überblick
Gerade bei Gaming oder Videoschnitt dürfte sich das bemerkbar machen. Ich erwarte, dass die Pro-Modelle deutlich weniger zum Drosseln neigen, wenn sie heiß werden. Natürlich bleibt abzuwarten, wie groß der Unterschied im Alltag wirklich ausfällt – aber die Richtung ist klar: Hier setzt Google ein Feature ein, das gezielt für Power-User gedacht ist.
Nachvollziehbarer Schritt von Google
Auch wenn es ein bisschen ärgerlich ist, dass das Pixel 10 ohne Vapor-Chamber kommt – ich kann Googles Strategie nachvollziehen. Das Basismodell ist nun mal für Nutzer gedacht, die in erster Linie Wert auf Software, Kamera und ein gutes Gesamtpaket legen. Wer maximale Leistung und beste Kühlung möchte, muss zu den Pro-Geräten greifen – und genau so will Google es auch.
Für mich persönlich ist das Pixel 10 damit kein „schlechteres“ Gerät, sondern einfach eine klar positionierte Option. Wer Hardcore-User ist, wird ohnehin eher zum Pro greifen. Für alle anderen reicht die Graphen-Kühlung wahrscheinlich völlig aus.
Quelle: Android Headlines