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Android-Backup: So will Google mehr Kontrolle über App-Sicherungen bieten

Google entwickelt neue Backup-Funktion: Android-Nutzer sollen App-Daten einzeln ausschließen können

Wer ein Android-Smartphone nutzt, weiß: Sobald man ein Backup erstellt, landet praktisch alles im Google-Konto – ob man es braucht oder nicht. Dazu gehören Anruflisten, SMS, Systemeinstellungen und sämtliche App-Daten. Künftig könnte sich das jedoch ändern. Laut einem Bericht von Android Authority testet Google derzeit eine neue Backup-Steuerung, mit der Nutzer gezielt bestimmen können, welche Apps in die Sicherung einbezogen werden sollen.

Daten-Kontrolle statt Komplett-Backup

Bislang werden Android-Backups als großes Gesamtpaket erstellt. Das heißt, Google speichert alle verfügbaren Informationen ohne Rückfrage in der Cloud. In der Beta-Version 25.44.32 der Google Play-Dienste haben Entwickler nun Hinweise auf eine feinere Aufschlüsselung des Backups entdeckt.

In Zukunft könnten Nutzer unter Einstellungen → Konto → Backup verwalten → Andere Gerätedaten eine neue Detailseite sehen. Dort wird nicht nur der belegte Speicherplatz des gesamten Backups angezeigt, sondern auch, wie viel Platz jede App individuell beansprucht.

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App-Daten gezielt abwählen

Das Besondere: Neben jeder App soll ein Schalter (Toggle) erscheinen, mit dem man deren Datensicherung aktivieren oder deaktivieren kann. Dadurch könnten Nutzer bestimmte Anwendungen einfach vom Backup ausschließen – etwa Spiele, Social-Media-Apps oder Apps mit besonders großem Datenvolumen.

Gerade wer nur die wichtigsten Informationen sichern möchte, kann so deutlich Speicherplatz sparen. In einem Beispiel von Android Authority waren auf einem Pixel 6 Pro über 100 Apps mit insgesamt rund 150 MB Backup-Daten gespeichert. Mit der neuen Steuerung ließen sich künftig datenhungrige Apps schnell identifizieren und ausschließen.

So könnte die neue Oberfläche aussehen

Screenshots zeigen bereits, wie Google die neue Funktion gestalten könnte: Ganz oben erscheint eine Geräteübersicht, darunter eine Liste aller Apps mit ihrem jeweiligen Datenverbrauch und einem Toggle-Symbol rechts daneben.

Diese Lösung erinnert an die feingliedrigen Datenschutz- und Berechtigungseinstellungen, die Google in den letzten Jahren schrittweise eingeführt hat.

Momentan befindet sich das Feature allerdings noch in Entwicklung. Ob und wann es für alle Nutzer freigeschaltet wird, steht noch nicht fest. Google testet regelmäßig neue Backup-Optionen innerhalb der Play-Dienste, viele davon erscheinen nie offiziell.

Mehr Übersicht, weniger Datenmüll

Sollte die Funktion jedoch tatsächlich eingeführt werden, wäre sie ein deutlicher Fortschritt. Android-Nutzer würden mehr Kontrolle über ihre Cloud-Speicherung erhalten und könnten gezielt entscheiden, welche App-Daten wirklich notwendig sind. Das reduziert nicht nur Speicherverbrauch, sondern verbessert auch Datenschutz und Backup-Performance.

Meinung

Die geplante Funktion klingt unscheinbar, ist aber praktisch ein Schritt in Richtung intelligenter Datensicherung. Wer seine Backups regelmäßig erstellt, weiß, wie schnell sich unnötige Daten ansammeln. Mit individuellen App-Toggles ließe sich das Backup auf das Wesentliche reduzieren – ein Feature, das Android längst verdient hat.

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