Galaxy S26: Samsungs Software-Strategie kippt – und das ist neu
Lange Zeit war die Sache klar geregelt: Wer ein neues Galaxy-S-Smartphone kaufte, bekam automatisch auch Samsungs aktuellste Software-Version direkt ab Werk. Neue One-UI-Generation, neues Android, kein Warten, kein Nachreichen. Genau dieses Selbstverständnis gerät mit der Galaxy S26 Serie nun ins Wanken.
Der Auslöser: One UI 8 kam schneller als geplant
Der Kern des Strategiewechsels liegt im ungewöhnlich schnellen Entwicklungszyklus von One UI 8 auf Basis von Android 16. Samsung war diesmal so früh fertig, dass die Software nicht mehr für die S-Serie aufgespart werden musste. Stattdessen starteten bereits Galaxy Z Fold 7 und Galaxy Z Flip 7 mit One UI 8 vorinstalliert.
Damit ist etwas passiert, das es in dieser Konsequenz bisher kaum gab: Ein neues Samsung-Flaggschiff außerhalb der Galaxy-S-Reihe hat den Software-Erststart übernommen.
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Warum die Galaxy-S-Serie früher immer im Vorteil war
In den vergangenen Jahren folgte Samsung einem ziemlich stabilen Rhythmus. Große One-UI-Updates mit neuer Android-Version erschienen meist gegen Jahresende. Die Foldables kamen davor auf den Markt und liefen noch mit der alten Softwaregeneration. Erst das nächste Galaxy-S-Modell im Frühjahr brachte dann Android + neue One UI „out of the box“.
Dieses System funktionierte gut – bis Samsung begann, Software deutlich früher fertigzustellen.
One UI 7 war bereits ein Warnsignal
Dass sich etwas verschiebt, zeichnete sich schon bei One UI 7 ab. Die Galaxy-S25-Serie erschien, bevor ältere Galaxy-S-Modelle das Update überhaupt erhalten hatten. Früher wäre das kaum denkbar gewesen. Die klare Trennung zwischen „neue Software zuerst per Update“ und „neues S-Modell danach“ begann zu verschwimmen.
Mit der Galaxy S26 geht Samsung nun einen Schritt weiter.

Galaxy S26: Frische Software, aber gleiche Android-Basis
Beim Galaxy S26 dürfte Samsung auf One UI 8.5 setzen. Technisch bleibt es bei Android 16, inhaltlich soll das Update aber sichtbare Veränderungen liefern – vor allem bei Design, Animationen und Samsungs eigenen Apps. Das Ziel ist klar: Die Software soll sich neu anfühlen, auch ohne neuen Android-Unterbau.
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Rollout-Frage: Kommt One UI 8.5 vor dem S26 Start?
Offen bleibt, wie Samsung mit bestehenden Geräten umgeht. Da One UI 8.5 keinen Android-Versionswechsel beinhaltet, spricht viel dafür, dass zumindest die Galaxy-S25-Serie das Update schon vor dem Verkaufsstart des S26 erhalten könnte, immerhin läuft die One UI 8.5 Beta bereits auf diesen Geräten.
Allerdings gibt es einen entscheidenden Unsicherheitsfaktor: Galaxy AI.
Galaxy AI könnte das Update ausbremsen
Sollte Samsung die Galaxy-S26-Serie mit einer größeren Palette neuer KI-Funktionen einführen, dürfte Zurückhaltung angesagt sein. Samsung wird kaum riskieren, die wichtigsten Alleinstellungsmerkmale vorab auf ältere Geräte auszurollen. In diesem Fall wäre es logisch, One UI 8.5 bewusst zurückzuhalten, bis die S26-Modelle offiziell im Handel sind.
Ein späteres Nachreichen nur der KI-Funktionen würde strategisch wenig Sinn ergeben – also lieber alles gemeinsam veröffentlichen.
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Weniger Android-Fokus, mehr Zwischen-Updates
Samsung scheint sich von der alten Denkweise zu lösen, bei der jede neue Galaxy-S-Generation automatisch die neueste Android-Version „exklusiv“ bekam. Stattdessen rückt der Fokus stärker auf Zwischenupdates, visuelle Verfeinerungen und exklusive Galaxy-AI-Features.
Meine Meinung
Ich halte diesen Kurs grundsätzlich für sinnvoll – wenn Samsung fair bleibt. Neue Galaxy-S-Modelle dürfen sich ruhig durch Feinschliff, Performance und exklusive KI-Funktionen abheben. Problematisch wird es nur dann, wenn Updates künstlich verzögert werden, um Marketing-Effekte zu erzeugen.
Wenn One UI 8.5 echte Verbesserungen bringt, sollte es zügig auch auf ältere Flaggschiffe kommen. Software-Stärke war lange ein Vertrauensfaktor für Samsung – und genau dieses Vertrauen sollte man nicht leichtfertig verspielen.
Quelle: SamMobile













