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Android-Zeitreise: Jede Version von Cupcake bis Baklava eklärt

Android-Versionen in der Übersicht – von Cupcake bis Baklava

Android begleitet uns nun schon seit über anderthalb Jahrzehnten – vom ersten Cupcake auf dem HTC Dream bis hin zum modernen Android 16 Baklava, das 2025 die Smartphones von Samsung, Google und Co. antreibt.

Wer sich an die frühen Tage erinnert, weiß: Android war damals noch weit entfernt vom eleganten System, das wir heute kennen. Aber genau das macht den Rückblick so spannend.

Zeit also, durch die Geschichte von Android zu reisen – mit all den süßen (und später auch neutralen) Namen, großen Umbrüchen und kleinen Innovationen, die unser Smartphone-Leben geprägt haben.

Android 1.5 Cupcake (2009)

Mit Cupcake begann alles – zumindest das, was wir heute als „richtiges Android“ kennen. Es war die erste Version, die offiziell einen Dessert-Namen trug.

Cupcake brachte Features, die heute selbstverständlich sind: Die virtuelle Tastatur, Widgets auf dem Homescreen und Videoaufnahme. Auch wenn das System noch kantig wirkte, legte es den Grundstein für die Android-Oberfläche, die wir kennen.

Android 1.6 Donut (2009)

Nur wenige Monate später kam Donut – und mit ihm die Unterstützung für verschiedene Bildschirmgrößen. Klingt banal, war aber entscheidend, weil Android so auf unzähligen Geräten laufen konnte.

Außerdem führte Donut eine universelle Suchleiste ein und machte den Android Market (heute Google Play Store) schlauer.

Android 2.0 / 2.1 Eclair (2009–2010)

Eclair war der große Schritt in Richtung Moderne. Erstmals sah Android wirklich hübsch aus: Live-Hintergründe, verbesserte Kamera-App und Unterstützung für mehrere Google-Konten.

Vor allem aber führte Eclair Google Maps Navigation ein – kostenlos! Das war 2010 ein echter Gamechanger.

Bildquelle: Denny Müller

Android 2.2 Froyo (2010)

Froyo (Frozen Yogurt) war in vielerlei Hinsicht die Performance-Version. Android wurde schneller, Flash-Unterstützung kam ins System, und man konnte Apps auf die SD-Karte verschieben – ein Segen bei 512 MB Speicherplatz.

Froyo brachte außerdem Hotspot-Funktionalität – und machte Android erstmals konkurrenzfähig zu iOS.

Android 2.3 Gingerbread (2010–2011)

Mit Gingerbread wurde Android „erwachsen“. Das System bekam ein dunkles, energieeffizientes Design, NFC-Unterstützung und erstmals einen Fokus auf Spieleleistung.

Viele heutige Android-Veteranen erinnern sich: Die meisten Klassiker-Smartphones wie das Galaxy S oder das HTC Desire liefen mit Gingerbread.

Android 3.0 Honeycomb (2011)

Honeycomb war ein Experiment – speziell für Tablets. Das Design war futuristisch, aber nicht ganz ausgereift.

Trotzdem führte Honeycomb viele UI-Elemente ein, die später übernommen wurden, etwa die Navigationsleiste am unteren Rand. Google lernte viel aus Honeycomb – und bereitete den Übergang zu einer einheitlichen Oberfläche vor.

Android 4.0 Ice Cream Sandwich (2011)

Hier wurde es ernst: Ice Cream Sandwich vereinte die Smartphone– und Tablet-Oberfläche zu einer. Mit Holo-Design, On-Screen-Buttons und Face Unlock war ICS das erste Android, das sich modern anfühlte.

Viele sehen diese Version als Geburtsstunde des Androids, wie wir es heute kennen.

Android 4.1–4.3 Jelly Bean (2012–2013)

Jelly Bean brachte Project Butter – und damit endlich flüssige Animationen. Außerdem kamen Google Now, erweiterbare Benachrichtigungen und Widgets auf dem Sperrbildschirm. Diese Phase war entscheidend, weil Android hier begann, wirklich „rund“ zu laufen.

Android 4.4 KitKat (2013)

Ein legendärer Name, und ja – er war tatsächlich Teil einer Werbekooperation mit Nestlé. KitKat machte Android schlanker, schneller und energiesparender.

Es war auch die erste Version, die auf schwächeren Geräten (512 MB RAM!) problemlos lief. Und: „OK Google“ debütierte hier – der Vorläufer des heutigen Assistant.

Android 5.0 / 5.1 Lollipop (2014–2015)

Mit Lollipop kam das große Material Design. Android sah plötzlich aus wie ein durchgestyltes System: flache Icons, sanfte Animationen und neue Farben.

Außerdem: Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm, neue Statusleiste und Smart Lock. Ein riesiger optischer Schritt – auch wenn es anfangs ziemlich buggy war.

Android 6.0 Marshmallow (2015)

Hier kamen viele Features, die bis heute Standard sind: App-Berechtigungen, Google Now on Tap (der Vorläufer von Assistant Context), und Doze Mode für besseren Akkuverbrauch.

Marshmallow war kein spektakuläres Update, aber ein sehr solides – ein Android-Meilenstein.

Bildquelle: Mark Boss

Android 7.0 / 7.1 Nougat (2016)

Nougat führte das Split-Screen-Multitasking ein – perfekt für große Displays. Auch Benachrichtigungen wurden überarbeitet, und App-Schnellwechsel machte Multitasking viel flüssiger.

Das System wurde reifer, stabiler und vielseitiger. Viele Geräte – etwa das Galaxy S8 – liefen erstmals richtig rund mit Nougat.

Android 8.0 / 8.1 Oreo (2017)

Oreo brachte Struktur in den Update-Wahnsinn. Mit Project Treble konnten Hersteller schneller Updates liefern – zumindest theoretisch.

Außerdem kamen Bild-in-Bild, Benachrichtigungs-Kanäle und Autofill-API. Kurz gesagt: Oreo war das „Erwachsenen-Android“.

Android 9 Pie (2018)

Pie war der erste Schritt in Richtung Gestensteuerung. Google führte ein neues Navigationssystem ein – Wischgesten statt Tasten.

Mit Digital Wellbeing kam auch das Thema „digitale Gesundheit“ ins Spiel. Die Oberfläche wirkte runder, freundlicher, fast schon iOS-ähnlich.

Android 10 (2019)

Hier endete die Dessert-Ära offiziell. Google verzichtete auf den Namen „Quesadilla“ oder ähnliches und nannte die Version schlicht Android 10.

Es war der Start der modernen, nüchternen Namensgebung – intern hieß sie zwar „Quince Tart“, aber offiziell: Zahl statt Süßigkeit. Innerhalb Google werden die Dessert-Namen allerdings weitergeführt.

Neu dabei: Dark Mode, Smart Reply und verbesserte Gestensteuerung.

Google-Interne Bezeichnung: Quince Tart

Android 11 (2020)

Android 11 konzentrierte sich auf Kommunikation: Chat-Bubbles, Benachrichtigungsgruppen und Screen Recording wurden Standard.

Dazu kamen einmalige Berechtigungen – ein großer Schritt für Datenschutz. Viele kleine, aber clevere Verbesserungen machten das System runder.

Google-Interne Bezeichnung: Red Velvet Cake

Bildquelle: Daniel Romero

Android 12 (2021)

Ein riesiger Umbruch – Material You veränderte das komplette Design. Farben, Formen und Widgets passten sich dynamisch deinem Hintergrund an.

Es war das erste Android, das sich wirklich „persönlich“ anfühlte. Auch Datenschutz-Dashboard und neue Animationen machten Android 12 zum echten Hingucker.

Google-Interne Bezeichnung: Snow Cone

Android 13 (2022)

Android 13 baute auf Material You auf, aber alles wurde konsistenter und stabiler. Mehr Datenschutz-Optionen, bessere Tablet-Unterstützung und neue Sprach-APIs sorgten für Feinschliff. Kein riesiger Sprung – aber extrem sauber umgesetzt.

Google-Interne Bezeichnung: Tiramisu

Android 14 (2023)

Hier standen Stabilität und Effizienz im Vordergrund. Regionale Einstellungen, passkey-Unterstützung und bessere Akkulaufzeit machten Android 14 zum „ruhigen Update“. Vor allem Foldables und Tablets profitierten dank optimierter Layouts.

Google-Interne Bezeichnung: Upside Down Cake

Android 15 (2024)

Mit Android 15 wurde alles wieder etwas „cremiger“. Google verfeinerte Privacy Sandbox, verbesserte KI-Funktionen und machte das System deutlich ressourcenschonender.

Außerdem kamen adaptive Widgets und bessere Hintergrundprozesse. Für viele war Android 15 das bislang ausgewogenste Release.

Google-Interne Bezeichnung: Vanilla Ice Cream

Android 16 (2025)

Die aktuelle Generation bringt Android endgültig ins KI-Zeitalter. Gemini AI ist tief integriert, und Geräteübergreifende Steuerung (Pixel + Tablet + Watch) macht Android zum echten Ökosystem.

Baklava fühlt sich modern, schnell und smart an – ein System, das nicht mehr nur reagiert, sondern mitdenkt.

Google-Interne Bezeichnung: Baklava

Bild: KI-generiert mit ChatGPT

Eine süße Evolution mit viel Charakter

Von bunten Icons und wackeligen Tastaturen bis hin zu intelligenten KI-Assistenten – Android hat in 16 Jahren eine unglaubliche Entwicklung hingelegt.

Was einst als Bastelprojekt begann, ist heute das meistgenutzte Betriebssystem der Welt. Und wer weiß: Vielleicht steht mit Android 17 (Cinnamon Bun?) schon das nächste große Kapitel bevor.

Häufige Fragen (FAQ)

1. Warum wurden ältere Android-Versionen nach Desserts benannt?
Google wollte jede Version mit einem einprägsamen, süßen Namen versehen – alphabetisch sortiert. Das machte Android sympathisch und ein bisschen verspielt.

2. Warum hat Google mit Android 10 damit aufgehört?
Ab Android 10 wollte Google global verständliche Namen nutzen. Nicht jede Süßigkeit ist überall bekannt – „Pie“ oder „Oreo“ etwa sind kulturell unterschiedlich besetzt.

3. Gibt es intern immer noch Dessertnamen?
Ja! Intern führt Google die Tradition fort. Android 15 hieß intern „Vanilla Ice Cream“, Android 16 „Baklava“.

4. Wie oft erscheinen neue Android-Versionen?
In der Regel einmal pro Jahr – meist zwischen August und Oktober.

5. Welche Hersteller sind bei Updates am schnellsten?
Aktuell: Google (Pixel-Geräte), dicht gefolgt von Samsung mit seinen vier bis sieben Jahren Update-Garantie.

6. Kann ich ältere Android-Versionen noch nutzen?
Technisch ja, aber es ist nicht empfehlenswert. Alte Versionen erhalten keine Sicherheitsupdates und sind daher anfällig für Angriffe.

Schlussgedanke

Android ist wie ein gutes Dessertbuffet – es gab süße, bittere und experimentelle Phasen.
Doch eins bleibt: die Freiheit, Anpassbarkeit und der stetige Fortschritt.

Und wenn man ehrlich ist – ohne Cupcake, Donut & Co. wäre die Smartphone-Welt heute wohl ein ganzes Stück langweiliger.

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