Galaxy S26 Ultra: Leak deutet auf weltweite Snapdragon-Exklusivität hin
Ein neuer Leak sorgt derzeit in der Samsung-Community für Diskussionen. Angeblich soll der kommende Galaxy S26 Ultra ausschließlich mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 ausgestattet werden – und zwar weltweit. Sollte sich das bewahrheiten, würde Samsung damit den hauseigenen Exynos 2600 vollständig aus dem Ultra-Segment verbannen, obwohl dieser in frühen Tests deutliche Fortschritte gezeigt hat.
Von Hoffnung zu Ernüchterung: der Exynos 2600 und seine Rolle
Noch vor Kurzem war die Stimmung unter Samsung-Fans positiv: Nach Jahren der Kritik schien der Exynos 2600 endlich das Comeback zu schaffen, auf das viele gewartet hatten. Erste Benchmark-Ergebnisse bescheinigten dem neuen 2-nm-Chip eine Leistung auf Augenhöhe mit Qualcomms Spitzenmodell.
Doch die Euphorie hielt nicht lange an. Laut aktuellen Berichten wird Qualcomm rund 75 Prozent aller Galaxy-S26-Geräte mit seinem Chip beliefern – und das Ultra-Modell soll komplett Snapdragon-basiert sein. Sogar in Südkorea, Samsungs Heimatmarkt, könnte also kein einziges Exynos-Ultra erscheinen.
Diese Entscheidung würde einen klaren Kurs markieren: Stabilität vor Eigenentwicklung.
Warum der Exynos 2600 dennoch beeindruckt
Der Exynos 2600 ist keineswegs ein schwacher Chip. Samsungs 2-nm-Fertigung hat deutliche Fortschritte gemacht, vor allem bei der Energieeffizienz und Wärmeentwicklung. Während der Snapdragon 8 Elite Gen 5 in frühen Tests als „hitzig“ gilt und bei Dauerlast bis zu 40 Prozent Leistung verlieren kann, soll der Exynos seine Performance länger halten.
Trotz dieser Stärken scheint Samsung intern Zweifel zu haben – weniger an der Technik selbst, sondern an der Produktionskapazität. Branchenbeobachter vermuten, dass das Unternehmen schlicht nicht genug Chips herstellen kann, um den Bedarf von geschätzten 35 Millionen Galaxy-S26-Geräten zu decken.
Exynos und das Vertrauensproblem
Ein weiterer Faktor: das Image. Viele Nutzer erinnern sich noch an die Galaxy-S22-Reihe, bei der Samsung den Exynos-Chip per Software künstlich ausbremste, um Überhitzung zu vermeiden. Diese sogenannte Throttling-Affäre beschädigte das Vertrauen nachhaltig – und führte dazu, dass viele Käufer bewusst zur Snapdragon-Version griffen.
Selbst wenn der Exynos 2600 technisch überzeugt, bleibt das Misstrauen bestehen. Insofern wäre es nachvollziehbar, wenn Samsung beim Ultra-Modell auf die bewährte Snapdragon-Lösung setzt, um jegliches Risiko zu vermeiden.

Exynos bleibt wohl ein Europa-Thema
Sollte sich der Leak bewahrheiten, wird der Snapdragon 8 Elite Gen 5 exklusiv das Galaxy S26 Ultra antreiben. Der Exynos 2600 dürfte dagegen in den günstigeren Varianten – Galaxy S26 und S26+ – zum Einsatz kommen, vermutlich in Märkten außerhalb von Nordamerika und China.
Damit bliebe Samsung seinem bisherigen Modell treu: Snapdragon für die Premium-Märkte, Exynos für ausgewählte Regionen – ein Kompromiss zwischen Kostenkontrolle und Marktstrategie.
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Gerüchte, Partnerschaften und Launch-Zeitplan
Samsung und Qualcomm pflegen seit Jahren eine enge Kooperation, und die scheint sich weiter zu vertiefen. Qualcomm hatte bereits im Rahmen seiner Quartalszahlen angedeutet, dass man den Großteil der S26-Serie beliefere.
Das passt ins Bild eines Unternehmens, das sich lieber auf einen verlässlichen Partner stützt, statt Produktionsrisiken einzugehen.
Das nächste Galaxy Unpacked Event soll laut jüngsten Leaks am 25. Februar 2026 in San Francisco stattfinden – dort dürfte sich endgültig zeigen, ob Exynos tatsächlich aus dem Ultra-Modell verschwindet.
Meine Meinung: Vernünftig, aber enttäuschend
Ehrlich gesagt, ich kann Samsungs Entscheidung nachvollziehen – und finde sie gleichzeitig etwas schade. Aus technischer Sicht ergibt es Sinn, beim wichtigsten Smartphone des Jahres auf absolute Stabilität und bewährte Leistung zu setzen. Der Snapdragon 8 Elite Gen 5 ist ein sicherer Hafen: stark, etabliert und mit ausgereiften Kühlungslösungen.
Aber aus Innovationssicht verliert Samsung ein Stück seiner eigenen Identität. Der Exynos 2600 hätte die Chance gehabt, das Vertrauen der Community zurückzugewinnen – ein Symbol dafür, dass Samsung wieder selbstbewusst auftreten kann.
Wenn die Gerüchte stimmen, verschiebt sich dieser Neuanfang nun wohl um ein weiteres Jahr.














