Qualcomm & Samsung: Jetzt wird der 2 nm Snapdragon Realität
In einer überraschenden Ankündigung auf der CES 2026 bestätigte Qualcomm-CEO Cristiano Amon, dass Qualcomm mit Samsung Foundry eine Vereinbarung anstrebt, um kommende 2 nm Snapdragon-Prozessoren in Serie produzieren zu lassen.
Diese Entwicklung markiert eine historische Wende in der Chip-Fertigung, denn Qualcomm hatte seine Chips bisher nahezu exklusiv bei TSMC fertigen lassen. Die Entscheidung fällt zu einem Zeitpunkt, an dem der Wettbewerb zwischen Samsung und TSMC stärker ist als je zuvor.
Warum Samsung jetzt wieder im Fokus steht
Samsung hat in den letzten Monaten intensiv an seiner 2 nm-Fertigungstechnologie (SF2/GAA) gearbeitet. Das Unternehmen ist stolz darauf, mit dem Exynos 2600 bereits ein Produkt auf dieser Strukturbreite zu fertigen. Der Einsatz von Gate-All-Around-Transistoren sorgt für höhere Effizienz und transistorendichte im Vergleich zu klassischen FinFET-Knoten.
Während TSMC bereits im 4. Quartal 2025 die Massenproduktion seiner 2 nm-Klasse (N2-Prozess) gestartet hat, ist Samsungs Ansatz anders gelagert: Statt nur Masse zu liefern, will der Konzern auch strategische Partnerschaften aufbauen und seine Foundry-Kapazitäten gezielt auslasten.
Ein entscheidender Vorteil für Samsung ist zudem der Preis. Branchenkreise berichten, dass Samsungs 2 nm-Wafer-Preis deutlich unter dem von TSMC liegen könnte, was für große Chipdesigner wie Qualcomm oder MediaTek ein starkes Argument sein kann.
Wie die Pläne entstanden sind: Hinter den Kulissen
Bereits im Jahr 2025 gab es Spekulationen, dass Qualcomm und auch MediaTek mit dem Gedanken spielen, Teile ihrer 2 nm-Fertigung zu Samsung zu verlagern, um steigende Kosten bei TSMC zu vermeiden und Risiken zu streuen.
Samsung seinerseits hat seine Produktionsanlagen für 2 nm massiv optimiert und setzt große Hoffnung auf höhere Yield-Raten (Anteil funktionsfähiger Chips pro Wafer). Eindrücke aus Branchenberichten bestätigen, dass die Erträge deutlich verbessert wurden, was die Produktionskosten senkt und den Ruf der Foundry-Sparte stärkt.

Welche Chips könnten betroffen sein?
Spezifisch bestätigt ist bislang noch keine Modellnummer oder exakter Zeitplan. Allerdings deuteten frühere Berichte darauf hin, dass Samsung bereits einige erste Erzeugnisse von 2 nm Snapdragon-Chips an Qualcomm geliefert hat.
Dadurch ergeben sich mehrere mögliche Szenarien:
- Samsung könnte 2 nm-Snapdragon-Varianten für Galaxy-Flaggschiffe wie das Z Flip 8 fertigen lassen.
- Qualcomm könnte bei besonders leistungsfähigen oder energieeffizienten Varianten auf Samsung als zweiten Fertigungspartner setzen.
- Auch andere OEMs könnten von günstigeren 2 nm-Chips profitieren, wenn die Qualität stimmt.
Allerdings gibt es auch Skepsis: Einige Supply-Chain-Quellen halten eine komplette Verlagerung der 2 nm-Produktion von TSMC zu Samsung für unwahrscheinlich, zumindest nicht im Jahr 2026.
Was bedeutet das für dich?
Wenn du dich für Smartphones interessierst oder überlegst, Flaggschiff-Geräte 2026/2027 zu kaufen, dann solltest du folgendes im Hinterkopf behalten: Die Herkunft des Prozessors, also ob er bei Samsung oder TSMC gefertigt wurde, könnte künftig eine bedeutendere Rolle spielen. Nicht nur bei der Leistung, sondern vor allem bei der Effizienz, Hitzeentwicklung und langfristigen Versorgungssicherheit.
Qualcomm selbst verfolgt offenbar eine pragmatische Fertigungsstrategie: Nicht mehr ausschließlich auf einen Partner setzen, sondern in einem zunehmend volatilen Markt mehrere Optionen offenhalten.
Wird Samsung stärker als TSMC?
Für dich als Endkunde bedeutet das also mehr Wettbewerb, potenziell bessere Preise und möglicherweise Innovationen, die früher nur wenigen Herstellern vorbehalten waren.
Allerdings bleibt eine klare Frage offen: Kann Samsung die Qualität, Zuverlässigkeit und Produktionskapazität von TSMC wirklich einholen oder sogar übertreffen? Nur wenn Samsung hier langfristig überzeugt, wird die Zusammenarbeit über einzelne Produkte hinausgehen.
Was definitiv klar ist: Die 2 nm-Ära ist nicht mehr Zukunftsmusik. Sie steht unmittelbar bevor und sie könnte die gesamte Lieferkette der mobilen Prozessorwelt nachhaltig verändern.
- Für eine sorgenfreie Nutzung: Kostenlose Garantieverlängerung auf 3 Jahre – gültig für Kunden, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben²⁰
Transparenz: Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen eine kleine Provision. Für dich hat das keinerlei Auswirkungen auf den Preis des Produkts.














