Apple stoppt iPhone Air – das Ende des ultradünnen Smartphone-Traums
Der Trend zum „immer dünneren Smartphone“ scheint vorerst an sein Ende zu kommen. Nachdem Samsung sein Galaxy S25 Edge bereits nach nur einer Generation wieder eingestellt hat, zieht nun auch Apple Konsequenzen: Das iPhone Air wird vorzeitig gestoppt.
Ein Konzept zwischen Eleganz und Einbußen
Apple und Samsung hatten denselben Ehrgeiz – ein besonders schlankes Premiumgerät, das Design und Minimalismus neu definieren sollte. Das Ergebnis war technisch beeindruckend: Das Galaxy S25 Edge maß nur 5,8 mm, das iPhone Air sogar 5,6 mm in der Tiefe. Doch die extreme Bauweise forderte Opfer.
Um die dünnen Gehäuse zu realisieren, mussten beide Hersteller bei Akku-Kapazität, Kamera-Hardware und Kühlung Abstriche machen. Die Modelle wirkten zwar futuristisch, boten aber weniger Alltagstauglichkeit – und das zu einem Preis, der kaum unter dem der Pro-Modelle lag.
Verkaufsstart mit Fehlzündung
Was als Design-Innovation begann, endete in Ernüchterung. Laut einem Bericht von The Information blieb das iPhone Air weit hinter den internen Verkaufszielen zurück. Apple soll die Produktion mittlerweile deutlich heruntergefahren haben, während Luxshare und Foxconn Berichten zufolge ihre Fertigungslinien stilllegen.
Die zweite Generation, das iPhone Air 2, war ursprünglich für die Markteinführung zusammen mit der iPhone-18-Serie vorgesehen. Nun wurde das Projekt auf unbestimmte Zeit verschoben – ein deutliches Zeichen, dass Apple den Fokus neu justiert.

Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt nicht
Viele Käufer konnten den Aufpreis schlicht nicht nachvollziehen. Das Galaxy S25 Edge kostete rund 200 US-Dollar weniger als das Ultra-Modell, verzichtete jedoch auf Top-Features. Beim iPhone Air war der Abstand noch geringer: Nur 100 US-Dollar trennten es vom iPhone 17 Pro – bei deutlich schwächerer Ausstattung und kürzerer Akkulaufzeit.
Das Ergebnis: Design-Fans zeigten zwar Interesse, doch die breite Kundschaft entschied sich gegen die Kompromisse.
Samsung bleibt experimentierfreudig
Während Apple offenbar komplett aussteigt, arbeitet Samsung im Hintergrund weiter an einer neuen Strategie. Das interne Projekt mit dem Codenamen „More Slim“ soll laut Insidern 2026 in veränderter Form zurückkehren – diesmal mit stärkerem Akku, besserer Kamera und angepasstem Materialmix.
Offenbar möchte Samsung beweisen, dass ein dünnes Smartphone auch praktisch sein kann – wenn man die richtigen Prioritäten setzt.
Schlank allein reicht nicht
Apple und Samsung haben gelernt, dass ästhetisches Design ohne funktionalen Mehrwert kaum Käufer überzeugt. Nutzer erwarten heute ein ausgewogenes Gesamtpaket – starke Akkulaufzeit, hochwertige Kamera und sinnvolle Software-Features.
Der Traum vom ultradünnen Smartphone ist damit nicht gestorben, aber er braucht eine neue Richtung. Vielleicht sehen wir in den kommenden Jahren eine Rückkehr – dann aber mit Technologie, die keine Kompromisse mehr verlangt.















