Samsung Exynos 2600: Erster 2 nm-Chip offiziell vorgestellt
Samsung hat mit dem Exynos 2600 offiziell den ersten 2 nm-basierten mobilen Chip der Welt präsentiert. Die neue Fertigungstechnologie mit Gate-All-Around-Transistoren (GAA) soll nicht nur die klassischen Metriken wie Energieeffizienz verbessern, sondern einen technologischen Sprung markieren, der weit über frühere Generationen hinausgeht. Diese Entwicklung könnte langfristig die Rolle von Samsung als Chip-Innovator neu definieren.
Die 2 nm-Fertigung steht für eine dichtere Packung von Transistoren und geringere Leckströme im Vergleich zu 3 nm. Laut unabhängigen Berichten liefert Samsungs 2 nm-Prozess moderate, aber wichtige Effizienz- und Leistungsgewinne (etwa +5 % Leistung und +8 % Effizienz im Vergleich zu 3 nm). Diese Unterschiede sind zwar nicht riesig, aber auf Systemebene besonders bei Wärmeentwicklung und Akkulaufzeiten spürbar.
CPU-Architektur: Fokus auf konstante Leistung
Der Exynos 2600 verwendet ein Dezacore-Design auf Basis der neuen Arm v9.3 Architektur. Interessant ist, dass Samsung bei diesem Chip komplett auf klassische „Little-Cores“ verzichtet und stattdessen nur leistungsorientierte Kerne mit unterschiedlichen Taktfrequenzen integriert. Diese Entscheidung signalisiert, dass Samsung nicht nur auf Peak-Leistung setzt, sondern vor allem auf Sustained Performance, also stabile Leistung über längere Zeiträume ohne starkes Thermal Throttling.
Neben der CPU-Architektur bringt der Chip auch signifikante Fortschritte bei der on-device KI-Verarbeitung. Der neue NPU-Block erzielt laut offizieller Angaben über 110 % Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorgängergeneration, was lokale KI-Anwendungen wie intelligente Bildbearbeitung, Sprachverarbeitung und personalisierte Funktionen deutlich verbessert.
GPU und Grafik: Mehr als nur rohe Power
Samsung hat den Xclipse 960-GPU-Block integriert, der nicht nur mehr rohe Rechenleistung bietet, sondern auch Ray-Tracing und KI-basiertes Upscaling (ENSS) unterstützt. Diese Features tragen zu einer flüssigeren Gaming-Performance bei, selbst bei hohen Auflösungen oder anspruchsvolleren Grafikeffekten. Während viele Chips im Markt primär auf Single-Core-Benchmarks optimiert sind, zielt Samsung hier auf eine ganzheitlichere Grafik- und KI-Performance ab.
Hitze und Leistung: Heat Path Block als Schlüsselinnovation
Ein zentraler Kritikpunkt früherer Exynos-Chips war ihre Neigung zu Überhitzung und anschließender Drosselung. Samsung adressiert dieses Problem mit dem sogenannten „Heat Path Block“-Design, einer neuen thermischen Struktur, die Wärme effizienter aus dem Chip herausführt. Diese Lösung soll die Leistung auf hohen Belastungsniveaus stabil halten, ohne dass es zu übermäßiger Wärmeentwicklung kommt.
Was hier besonders relevant ist: Samsung vermarktet diese Technologie nicht nur als Feature für den eigenen Chip. Es gibt Hinweise, dass das Unternehmen auch anderen Herstellern Zugänge zu dieser Wärmeleitungstechnologie anbieten könnte, was ein strategischer Schachzug wäre, um seine Fertigungstechnologien breiter zu etablieren.

Herausforderungen im Produktionsprozess
Trotz der vielversprechenden Technologie zeigt sich ein klassisches Problem der Halbleiterindustrie: Ausbeute bei 2 nm ist noch eine Herausforderung. Frühere Berichte deuteten darauf hin, dass die Ausbeute bei der Herstellung zunächst niedriger war als erwartet, was die Verfügbarkeit des Chips in bestimmten Modellen begrenzen könnte.
Das hat direkte Auswirkungen auf die geplante Integration des Exynos 2600 in der Galaxy-S26-Serie. Während Galaxy S26 und S26+ vermutlich mit dem Exynos-Chip ausgeliefert werden, dürfte der Galaxy S26 Ultra in vielen Märkten weiterhin auf Qualcomm-SoCs setzen. Das ist mehr als nur eine strategische Entscheidung: Es zeigt, dass Samsung an der Grenze der Fertigungskapazität operiert und noch eine gewisse Vorsicht walten lässt.
Exynos 2600 soll Samsung wieder ins Chip-Rennen bringen
Der Exynos 2600 markiert einen Punkt, an dem Samsung versucht, wieder ins Spiel der führenden mobilen Prozessoren einzusteigen, indem man nicht nur die traditionelle CPU-Leistung, sondern auch KI-Funktionen, thermische Stabilität und Systemeffizienz in den Mittelpunkt stellt. Das ist ein strategischer Schritt, der Samsung nicht nur im Smartphone-Segment stärkt, sondern auch die eigene Fertigungstechnologie im globalen Halbleitermarkt hervorhebt.
Sollten sich die Fertigungsprozesse weiter stabilisieren, könnte der Exynos-Ansatz mittelfristig dazu führen, dass Samsung nicht nur für eigene Chips auf 2 nm setzt, sondern auch als Foundry-Partner für andere Hersteller attraktiv wird. Diese Entwicklung wäre ein langfristiger Vorteil gegenüber Wettbewerbern, die ausschließlich auf externe Fertigung angewiesen sind.
Im Kontext der kommenden Galaxy-S26-Generation bleibt spannend, wie Samsung das volle Potenzial des Exynos 2600 in reale Nutzererfahrungen umwandelt. Dabei wird vor allem die Frage entscheidend sein, wie gut die thermische Kontrolle, die KI-Leistung und die Energieeffizienz in Alltagsanwendungen tatsächlich umgesetzt werden. Die nächsten Monate könnten zeigen, ob Samsung mit seiner 2 nm-Strategie einen nachhaltigen technologischen Vorsprung etablieren kann.
- Kostenlose Garantieverlängerung auf 30 Monate (2,5 Jahre) – gültig für Kunden, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben. ¹⁸
Transparenz: Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen eine kleine Provision. Für dich hat das keinerlei Auswirkungen auf den Preis des Produkts.










