Samsung auf Kurs zur eigenen GPU mit dem Exynos 2800
Samsung wird offenbar bald einen großen Schritt in der Halbleiterentwicklung gehen. Laut aktuellen Berichten plant der Konzern, in den nächsten Exynos-Chips eine vollständig selbst entwickelte GPU zu verbauen – ein Schritt, der über die übliche Leistungssteigerung hinausgeht und die langfristige Position Samsungs im Smartphone- und KI-Markt verändern könnte. Die eigene GPU könnte erstmals im Exynos 2800 für das Galaxy S28 debütieren.
Was ist neu bei der GPU-Entwicklung?
Bislang basierten Samsungs Exynos-Grafikeinheiten auf AMD-Architektur, etwa bei der aktuellen Xclipse-GPU im Exynos 2600, die zwar von Samsung selbst entworfen wird, aber auf AMDs RDNA-Technologie zurückgreift.
Die große Neuigkeit: Der Exynos 2800, der frühestens 2027 erscheinen soll, soll eine GPU mit komplett eigenen Designprinzipien enthalten, die nicht mehr auf AMD-IP basiert. Dieser Chip könnte bereits in der Galaxy S28-Serie ab 2028 stecken.
Welche Vorteile bringt eine eigene GPU wirklich?
Bessere Energieeffizienz und Akkuhaushalt
Standard-GPUs müssen für viele unterschiedliche Geräte und Software-Umgebungen ausgelegt werden. Eine maßgeschneiderte Samsung-GPU könnte genau auf Galaxy-Hardware und One UI abgestimmt werden, was effizientere Energienutzung und weniger Wärmeentwicklung bedeuten kann.
Schnellere lokale KI-Funktionen
Samsung legt in seinen aktuellen Prozessoren bereits Wert auf KI-Berechnungen direkt auf dem Gerät statt in der Cloud. Eine selbst entwickelte GPU kann Parallelarbeiten und KI-Workloads besser beschleunigen, wodurch Funktionen wie Echtzeit-Bildbearbeitung, Sprachverarbeitung oder Deep-Learning-Effekte noch flüssiger laufen.
Unabhängigkeit von externen Partnern
Der Fokus auf eigene GPU-Architekturen würde Samsung langfristig unabhängiger von Drittanbietern wie AMD machen. Das spart Lizenzkosten und gibt dem Unternehmen die Freiheit, schneller auf neue Anforderungen zu reagieren.
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Wie realistisch ist das Ganze?
Samsung musste in der Vergangenheit Kritik einstecken, wenn Exynos-Modelle im Vergleich zu Qualcomm-Versionen weniger effizient waren. Doch mit dem Wechsel zu eigenen GPU-Designs zeigt Samsung, dass man sein Schicksal wohl selbst in die Hand nehmen möchte.
Experten sehen darin einen strategischen Schritt, um nicht nur beim Smartphone-Chip mit Apple oder Qualcomm gleichzuziehen, sondern auch in anderen Märkten wie Smart Glasses, autonomen Systemen oder Robotik-Plattformen.
Zudem hat Samsung in den letzten Jahren gezielt Experten eingestellt, was darauf hindeutet, dass die GPU-Entwicklung nicht nur ein Gerücht, sondern ein überlegter Unternehmensplan ist.
Exynos auf dem Vormarsch: In Zukunft mit eigener GPU?
Es geht nicht nur um mehr Leistung, sondern um Selbstbestimmung in der Halbleiterwelt. Sollte dieser Kurs erfolgreich sein, könnte Samsung nicht nur bei Android-Flaggschiffen wettbewerbsfähiger werden, sondern auch in ganz neue Plattformen hineinwachsen – von AR-Wearables bis zu autonomen Systemen.
Die kommenden Jahre werden entscheidend sein. Wenn Samsung die GPU-Architektur wirklich unabhängig und konkurrenzfähig umsetzt, könnten wir einen der größten Wandel in der Smartphone-Chipentwicklung der letzten Jahre erleben.
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